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Kapitel 21 -Was es so zu tun gibt-

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EM schaltete den Staubsauger aus und dachte nach. Madame schlief noch. Wie immer, länger. Morgens spät aufstehen, dann gemütlich frühstücken, dann die Mails checken und dann die Schönheitspflege. Danach der ausgiebige Hundespaziergang.

In der Zeit hatte LEM schon alle Etagen gestaubsaugt, die Betten gemacht, die Spülmaschine bestückt und das eine oder andere Fenster geputzt. Und das wiederholte sich Tag ein, Tag aus. Ohne die geringste Anerkennung. Natürlich!

Mittlerweile hatten sich alle an LEM gewöhnt. Jeder ging sorglos mit seinen Schuhen ein und aus und gab sich keine Mühe die immerwährende Sisyphusarbeit zu beenden. LEM würde es schon richten. Und von dem Hund ganz zu schweigen. Der war vielleicht ein Dreckschwein. Immer hing noch der halbe Wald an ihm und er wollte sich nicht bürsten lassen, hatte LEM sogar versucht zu beißen als ihm der Staubsauger zu nahe kam.  

Im Großen und Ganzen war das Leben hier in der Provinz auch etwas öde. Man lebte so in den Tag hinein und der endete abends für gewöhnlich mit Netflix und Rotwein. Lems Leben in Rotterdam schien da viel schicker und unterhaltsamer. LEM hätte gerne die Haushalte getauscht, allerdings war der Hund dort noch viel größer. Hier war die Dame des Hauses fortwährend mit einem Krimi beschäftigt, über den aber nur getuschelt wurde, sobald LEM im Zimmer war. Da galt es wohl ein Geheimnis zu lüften, dem sie noch auf die Spur kommen würde. Irgendwas mit Mode. LEM war diesbezüglich etwas eigen. Sie hatte ihren persönlichen Stil. Der war zum Teil vorprogrammiert, zum Teil aber aufgrund einer bemerkenswerten Auffassungsgabe durchaus spektakulär. Na, ihre Zeit würde schon noch kommen. 

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