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Kapitel 15 -Politik-

Bella schluckte. Es blieb ihr wohl nichts anderes übrig. Sie telefonierte nicht so gerne mit ihr fremden Personen. Aber wenn sie etwas herausfinden wollte.

„Yes, do I speak with Antje Vermeer?“

Das war die letzte Spur von Lem, von der Bella wusste. Sie war bei der Professorin in Arnheim gewesen. Und hatte sich dann nur noch einmal kurz gemeldet. Das war über eine Woche her. Zur Zeit war sie weder telefonisch noch per Mail zu erreichen. bella wusste sich keinen anderen Rat als mit der Person zu sprechen, die sie eigentlich in Verdacht hatten Willem ermordet zu haben.

„Ja! “

„Mein Name ist Bella von Bellalemoncella? Ich bin…“

„Oh? Hallo! Das ist aber schön, dass sie anrufen. Ich wollte sie sowieso gerne kennenlernen!“

„Wirklich?“. Nun war Bella aber verblüfft.

„Ja, Lem hat so nett von ihnen und ihrer Seite erzählt.“

„Ah?“

„Ja, auf der Vernissage, bei einem Glas Wein.“

„Sie ist nach der Vernissage verschwunden!“. Bella kannte Antje zwar nicht, trotzdem erzählte sie es ihr. Antjes Stimme klang sehr sympathisch.

„Wirklich? Sie ist schon ein wenig verrückt.“

„Ach!“

„Ja, sie hatte bei mir ein Beratungsgespräch und tauchte dann später wieder reichlich vermummt bei der Ausstellung auf.“

„Vermummt?“

„Ja, versteckt unter einem großen Hut und mit einer interessanten Chaneljackenvariante!“, so habe ich sie erkannt. „Warum ist sie verschwunden? Sie hatte bestimmt noch ein Date!“

Bellas Bauchgefühl gab auch die nächste Information preis. „Nein! Bin abgetaucht, wurde verfolgt! Hört sich nicht so an.“

„Sie hatte mir von einem Piet erzählt!“, erklärte Antje.

„Wie jetzt, nicht von Willem-Jan?“

„Wir hatten ein paar Gemeinsamkeiten. Nun, wir sprachen über interessante junge Männer und ja, sie sprach mich auf Willem an. Es ist so traurig. Ich vermisse ihn immer noch sehr.“

„Sie hatten ein Verhältnis mit ihm?“, oh, jetzt war Bella doch etwas zu direkt.

„Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Eine wirkliche Beziehung würde ich das nicht nennen.

Er war sehr erfolgreich und ich wollte mich nicht zu fest an ihn binden.

Er stand kurz davor bei Maison Margiela anzufangen.“

„Ich dachte bei Dolce & Gabbana.“

„Nein, wie kommen sie darauf? Die waren ihm zu unpolitisch. Haben sie gelesen was unlängst Stefan Gabbana Miley Cyrus geschrieben hat?“, empörte sich Antje.

„Ja, seit Melania Trump First Lady ist, ist die Modewelt plötzlich in politisch und unpolitisch gespalten!“, wusste Bella.

„Hat Lem mit ihnen auch über das Mordmotiv gesprochen“, fragte sie.

„Sie meinen, dass sie mich verdächtigen? Ich glaube, das konnte ich ausräumen. Ich war zu dem Zeitpunkt verreist. Und dass ich einen Auftragsmörder engagiere. So weit wollen sie doch wohl nicht gehen?

Es ist aber bemerkenswert, dass zwei nicht mehr ganz so junge Detektivinnen so gründlich recherchieren.

Lem hat mir übrigens zugesichert, dass ich in ihrem Blog nicht auftauchen werde!“

„Wo waren sie denn zum Zeitpunkt des Mordes?“ Bella ließ nicht locker.

„Am 7. März war ich in Paris und habe mir die Stella McCartney Show angesehen.“

„Wow, sie waren dort eingeladen? Beneidenswert!“. Tja, Bella verstummte jetzt.

Vielleicht war Lem doch etwas Schreckliches zugestoßen.

„Machen sie sich mal nicht zu viele Sorgen. Sie wird schon wieder auftauchen. Hatten sie sich an die Polizei gewandt?“

„Neiiiiin. Wir haben ja nur ein bisschen Recherche betrieben, nicht wirklich etwas entdeckt. Alles völlig harmlos.“, erklärte Bella.

„Na, sag ich ja. Sie hat bestimmt ein ausgiebiges Date. Frauen in unserem Alter gelten doch als hormonell schwankend. Das Auf und Ab im Hormonhaushalt kann natürlich alles bedeuten: von beginnender Demenz bis zu sexuellen Ausschweifungen ist alles möglich!“, frohlockte Antje.

„Wir sind eher unsichtbar!“, widersprach Bella und assoziierte das Wort gleich wieder mit abgetaucht und bekam leichte Panik.

Von unten rief eine Stimme hoch, dass das Paket mit dem Staubsauger endlich eingetroffen war.

Bella versprach Antje sich bald wieder zu melden und war jetzt erst einmal abgelenkt.

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