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Kapitel 7 -Bellas Geburtstag-

Bella saß gemeinsam mit ihren Freundinnen an einem hübsch gedeckten Tisch mit Blumenservietten, Torten und viel Sekt. Die Vögel zwitscherten, die Bienen summten.Sogar die Sonne schien! Alles war so wie es sein sollte! Prost: Ein Hoch auf das Älterwerden.

„Ich arbeite übrigens an einer ganz neuen spannenden Sache!“, erzählte Bella.

Ist das wieder so eine schräge Idee, wie letztens mit den Nacktfotos?

Alle Freundinnen blickten streng auf Bella.

„Das waren keine Nacktfotos. Das waren künstlerisch wertvolle Porträts mit semitransparenten Oberteilen. Und das war nur dazu gedacht, um zu demonstrieren, dass auch Frauen in unserem Alter noch recht gut aussehen können. Wenn sie denn wollen.“, argumentierte Bella.

„Ich interessiere mich nicht so für mein Aussehen!“, sagte B.

Ich finde mich sowieso schön, dachte D.

Ich möchte wieder zwanzig sein, träumte G.

„In Russland gibt es die schönsten Frauen!“, erzählte V.

„Man kann in unserem Alter einfach nicht mehr alles tragen?“, glaubte S.

„Sagt meine Tochter auch“, erklärte U.

„Mit meinen großen Füßen finde ich keine schönen Schuhe“, erläuterte R.

„Alles muss bequem sein!“, meinte A.

„Darum geht es jetzt gar nicht!“, betonte Bella.

Nein, es geht um BELLALEMONCELLA!

Alle Freundinnen blickten sich an, seufzten kurz und… Aber da heute Bellas Geburtstag war, fühlten sie sich doch genötigt, Bella zum hundertsten Mal über ihre tolle Website berichten zu lassen.

„Es geht um eine Mordermittlung!“

„Wir sind sozusagen dem Täter auf der Spur.“

Wer ist wir? Die aus Rotterdam? Die Blonde, die letztes Jahr schon mal da war oder die andere aus, wie hieß nochmal der Ort?

„Repelen. Nein, natürlich mit Lem!“

Also doch wieder BELLALEMONCELLA. Schreibt ihr einen Krimi? Das solltet ihr nicht tun, das machen schon so viele.

„Alles ist total spannend. Ein richtiger Mord ist passiert.“

Hier bei uns?

„Nein, in Arnheim, in einer Designerschule für Mode.“

Ach so. Das Interesse flaute wieder ab. Es gab einfach Wichtigeres. Zum Beispiel das Wahlergebnis in Frankreich zu diskutieren. Insbesondere das jungenhafte Aussehen des neuen Präsidenten und das Alter seiner Frau zu bewerten. Die Meinungen dazu waren geteilt.

Später dann beim Abendessen, es gab übrigens Crêpes mit Lachs, Spargelrisotto und die Reste der Torten, versuchte Bella es noch einmal.

„Wir haben jetzt sogar schon ein paar Entwürfe des berühmten toten Modedesigners Willem-Jan van de Nelle in der Hand gehabt“, formulierte sie vorsichtig.

Bella erläuterte die Umstände des Todes und darüber hinaus die Wichtigkeit der aktuellen Trendforschung.

Der Mörder hat die Entwürfe doch bestimmt mitgenommen?“, vermutete S.

„Aber wenn es Trendscouts gibt, dann gibt es bestimmt auch Trendhunter“, hinterfragte B.

„Habt ihr keine Angst“, fragte D.

„Vor der russischen Modemafia zum Beispiel“, erläuterte V.

„Diese Designerentwürfe enthalten bestimmt Schadstoffe!“, warnte G.

„Aber alles Plastik aus dem Meer zu recyceln, ist schon wichtig!“, vertrat R.

„Ich würde sicherheitshalber mal mit der Polizei sprechen!“, erklärte U.

„Mir wäre das zu aufregend!“, meinte A.

Und ich muss morgen unbedingt mit Lem telefonieren, dachte Bella.

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